Unsere Gärtnerberichte
Hier findet ihr Berichte zu gärtnerischen Themen, die zum allgemeinen Nutzen frei gegeben sind. Spenden an die Gesellschaft für Landwirtschaft und Pädagogik sind sehr willkommen.
Hier findet ihr Berichte zu gärtnerischen Themen, die zum allgemeinen Nutzen frei gegeben sind. Spenden an die Gesellschaft für Landwirtschaft und Pädagogik sind sehr willkommen.
Den Samstag vormittag haben wir mit etwas sehr Schönem verbracht, Blumen pflücken nämlich.
Für die biologisch-dynamischen Präparate benötigen wir die Blüten vom Löwenzahn, frisch aufgeblüht, aber noch mit geschlossenem Zentrum, damit beim anschließenden Trocknen keine Pusteblumen daraus werden, sondern schöne eingezogene Blüten, die sich zur Präparate Herstellung eignen. Und so sieht dann das Resultat einer Wanderung im Sonnenschein mit Blumen pflücken aus: Diese werden langsam getrocknet und werden zu Michaeli eingegraben, so dass die Winterkräfte auf sie wirken können.
Und zu einem Präparate-Tag gehören natürlich noch gefüllte Kuhhörner und diesmal auch das Schafgarbe-Präparat. Alles ist in einem guten Zustand aus dem Boden gekommen, so dass wir gute Präparate haben werden. Und da die Sonne so schön schien und das Brot ausgegangen war, gab es mittags halt Kuchen, äh ich meine Waffeln. Um alles zusammen zufassen: Es ging uns gut!
Am 28. März 2026 haben wir einen Mitmachtag XXL gehabt. Wir waren richtig viele Menschen und sind durch Beete und Gewächshäuser gepeeeeßt und haben richtig viel geschafft. Vielen Dank an alle, die dabei waren!
Es gab eine Rekordteilnahme!! Mitglieder und Interessierte von 2 bis 68 (?) Jahres waren gekommen und beim gemeinsamen Mittagessen saßen 20 Menschen am Essenstisch!! So viele hatten wir noch nie und dadurch haben wir sehr viel geschafft.
Auf Grund der unsicheren Wetterlage war bis kurz vorher noch unklar, ob das geplante Zwiebelstecken so stattfinden kann. Pünktlich zum Start ist der Himmel dann aber aufgerissen, es hat sich sogar ein bisschen die Sonne gezeigt. Mit vielen fleißigen Händen haben wir uns daran gemacht, die Zwiebeln in den Boden zu bringen. Da wir am Vortag schon damit begonnen hatten, ging es flugs und bis zum ersten Regenguss war das Beet schon voll und es konnten sich alle ins trockene Gewächshaus flüchten.
Dort hatten andere schon damit begonnen, den letzte Woche geernteten und verteilten Ruccola zu jäten, damit er frisch für einen zweiten Schnitt wieder aufwachsen kann. Und der im Herbst gesteckte Knoblauch wurde von Vogelmiere und Rispengras befreit.
Da wir so viele waren, konnten parallel die Frühjahrsmöhren vereinzelt und Jungpflanzen gejätet werden.
Und neben den ganzen gärtnerischen Dingen wurde sogar auch noch am Bauwagen weitergebaut, der als Unterbringung für Bernd und weitere Gäste dienen wird. Und natürlich war auch das Mittagessen mit den vielen mitgebrachten Leckereien mal wieder ein Fest!!
So bleibt ein wunderbarer Tag in Erinnerung und wir freuen uns schon auf den nächsten Mitmachtag am Samstag, 16. Mai 2026.
Wenn man an einem kalten November-Sonntag die Türen zur Mitgliederversammlung öffnet und einem sofort warmes Lachen, knisternde Gespräche und der Duft von mitgebrachten Leckereien entgegenkommen – dann weiß man: Unsere SoLawi ist mehr als ein Verein. Sie ist ein Platz, an dem Menschen zusammenkommen, weil ihnen etwas am Herzen liegt. Und genau so fühlte sich der 23. November an.
Schon zu Beginn wurde spürbar, wie sehr wir alle dieses gemeinsame Innehalten brauchen: Einmal tief durchatmen, zurückschauen, was wir miteinander geschafft haben, und nach vorne schauen, was wir noch bewegen wollen. Die Versammlung war gut besucht und trotz der vielen Tagesordnungspunkte herrschte eine entspannte, liebevolle Stimmung. Vielleicht lag es am reichhaltigen Buffet. Oder am Winterlicht, das uns noch in den Kleidern steckte. Wahrscheinlich aber einfach an uns selbst.
Die Fakten zur Mitgliederversammlung entnehmt gerne dem aufschlussreichen Protokoll von Erwin.
Dietmar leitet wieder einmal gekonnt den Ablauf. Der Jahresbericht zeigte eindrucksvoll, wie viel Leben auf dem Hof pulsiert: neue Mitglieder, neue Ideen, üppige Ernten und manche Herausforderungen, die wir gemeinsam getragen haben. Das Gärtnerteam ließ uns in seinen Alltag blicken – von frostigen Frühschichten über Sommertage im Tomatenhaus bis zu den Momenten, in denen man merkt: Jetzt zahlt sich all die sorgfältige Handarbeit aus.
Ein besonderer Zauber lag dieses Jahr auf den vielen Begegnungen: Mitmachtage, Schulklassen, kleine und große Aktionen rund um Bodenpflege, Aussaat und Ernte. Und nebenbei haben wir an Themen wie Anzucht-Infrastruktur und Maschinenpark weitergearbeitet, Kooperationen ausgebaut und neue Lernfelder geschaffen. Es war ein Jahr, das vor Bewegung strotzte.
Ein weiterer ermutigender Moment war sicherlich die Vorstandswahl. Dass sich zukünftig neben Doris gleich vier weitere Menschen fanden, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, fühlte sich wie ein Aufatmen an. Nicht, weil Vorstandsarbeit immer leicht wäre, sondern weil es Mut braucht – und weil genau dieser Mut da war. Die Wahl verlief beinahe magisch: ruhig, klar, ohne Zerren, getragen von Vertrauen.
Ein herzliches Willkommen an das neue Team mit Kirstin, Monika, Chris und Kai und ein mindestens ebenso herzlicher Dank an Kathrin und Robert, die den Staffelstab weitergeben. Es war zu spüren, wie viel Wertschätzung für die geleistete Arbeit im Raum stand.
Wer aufmerksam zuhörte, merkte schnell: Die Gärtner*innen und Gärtner Florian hatten nicht nur Zahlen mitgebracht, sondern Geschichten. Geschichten von Zucchini, die über sich hinausgewachsen sind. Von Spinat, der im Frühjahr zuverlässig als erster grüßt. Von Möhren, die in diesem Jahr ihren ganz eigenen Rhythmus fanden. Und von Bohnen – ja, den berühmten Bohnen! – die nun vielleicht doch ihren Weg aufs Feld finden, wenn sich ein Ernteteam findet, das den Aufwand gemeinsam trägt. Britta, Vivien und Florian haben eindrucksvoll spielerisch geschildert, was es heißt, einen neuen Richtwert für das nächste Jahr zu bestimmen – mit all den Gedanken und Sichtweisen. Man konnte ihren Idealismus und ihr Herzblut an unserer SoLawi wahrhaftig erleben!
Ein roter Faden zog sich durch den ganzen Tag: unsere Verbundenheit. Nach der Bietrunde, die mit Humor und einem kleinen Sketch eröffnet wurde, zeigte sich wieder, wie respektvoll und lösungsorientiert wir miteinander umgehen – gerade wenn es ums Geld geht, also um die Grundlage unseres Hofes. Die Bereitschaft, Verantwortung zu teilen, füreinander einzustehen und den Hof langfristig stabil zu halten, machte diesen Moment zu einem echten Lichtpunkt.
Und unmittelbar danach entstanden neue Initiativen: Unterstützung bei Obst- und Baumpflege, ein möglicher Bohnen-Erntekreis – und immer wieder die Frage: „Wo kann ich mich einbringen?“ Genau davon lebt unsere SoLawi.
Auch die GLP, als Trägerin des Hofes, gab einen Einblick in ihre Arbeit. Ihre Dankbarkeit für die Entwicklung des Geländes, die Jungpflanzenanzucht, die Bodenfruchtbarkeit und die sozialen Prozesse war spürbar. Gleichzeitig steht eine große Aufgabe bevor: Die Dacherneuerung im Frühjahr 2026, die dank Beiträgen aus der Dorferneuerung möglich wird – aber es fehlen noch rund 50.000 €. Deshalb wird herzlich um Spenden und weitere Unterstützung gebeten – und schon im Saal war zu merken, wie viele bereit sind, auch diesen Weg mitzugehen.
Wenn man am Ende eines solchen Tages in die Runde blickt, spürt man etwas, das man nicht in Tabellen packen kann: Das Gefühl, gemeinsam Zukunft zu bauen. Eine Landwirtschaft, die nicht nur Ertrag hervorbringt, sondern Beziehungen. Die Boden aufbaut und Vertrauen. Die Gemüse wachsen lässt und gleichzeitig Menschen verbindet.
2026 wird wieder ein Jahr voller Arbeit – und voller Chancen: Bodenaufbau, Maschinenmodernisierung, mehr Öffentlichkeitsarbeit, neue Mitglieder, vielleicht mehr Hülsenfrüchte, vielleicht neue Veranstaltungen, sicherlich wieder viele Momente, die uns als Gemeinschaft stärken.
Und weil dieser Artikel nicht nur zu erzählen, sondern auch einzuladen versucht: Wenn du jemand bist, der mit dem Gedanken spielt, Mitglied zu werden – komm gern vorbei. Schau dir den Hof an, stell Fragen, bring deine Ideen mit. Hier ist Platz für Menschen, die Lust haben, Landwirtschaft wieder zu etwas Gemeinsamen zu machen.
Danke an alle, die diesen Tag – und das ganze Jahr – mitgetragen haben. Wir dürfen stolz sein. Und voller Vorfreude auf das, was kommt.
Die Möhrenernte bei frischkaltem Sonnenwetter war ein großes Vergnügen – da der Boden im Fachjargon „unterschnitten“ wurde, konnten wir die duftenden Möhren ohne jede Mühe herausziehen. Mit einem Griff ins Grün hatte man gleich 4-5 gut gewachsene Fynn-Möhren an der Angel, das ging ruckzuck – wenn Arbeit immer so leicht wäre!
Bei einer anderen Sorte haben wir dann das Karottenkraut abgedreht und schon für die Lagerung aussortiert: je nach Größe in die „schicke Kiste“ oder in den Futtersack.
Derweil sucht Florian die besten Fynn-Exemplare für die Samenzüchtung heraus.
Einkoch-Romatomaten zu verteilen ist eine Wissenschaft für sich. Es werden je nach aktueller Ernte extrem viele Tomaten auf ein Mal geerntet und an diejenigen Mitglieder verteilt, die sie gerne haben möchten.
Es gibt Erstbestellende und später auch Zweitbestellungen. Einige Depots – z.B. in Worpswede, Neustadt, Lesum-Burg, Stinstedt, Bremerhaven, Kindergarten und Findorff – sind dann dran für die Erst- und Zweitbestellung. Auch auf Einzelbestellungen wird genau geachtet. Die Zweitbestellungen aus den Depots Steintor, Walle, Peterswerder, OHZ und Hof werden anschließend in den darauf folgenden Wochen beliefert.
Dienstags nach der Ernte kommt also eine Meldung, welche Depots in der jeweiligen Woche dran sind. Wenn sich keiner aus Schwanewede, Blumenthal und Grohn meldet, wird noch mal gründlich nachgefragt, ob alle gut versorgt sind.
Hin und wieder bilden sich ganze Passata-Gemeinschaftskochrunden. Das ist effektiv und macht einfach besonders viel Freude.
So ein vielfältiges Sommerfest wie im August 2025 gab es lange nicht auf dem Gärtnerhof. Das Vorbereitungsteam hat einen bunten Strauß an Ideen zusammengetragen und ein sehr abwechslungsreiches Programm für eine ganz besonders bunt gemischte Gästeschar geboten. Sogar eine Chillout-Zone und einen Barfuß-Pfad galt es zu entdecken.